Was bedeutet es, wenn ein Vertrag die Übernahme des „Lagerbestands“ bei Beendigung der Geschäftsbeziehung vorsieht? Das OLG München musste klären, ob davon auch alte Lagerbestände erfasst sind und wann ein Abnehmer durch eine Zuviellieferung in Annahmeverzug gerät. Im Mittelpunkt stehen damit die Vertragsauslegung nach §§ 133, 157 BGB, das ordnungsgemäße Angebot nach § 294 BGB und die Folgen des Annahmeverzugs für § 326 BGB.
WeiterlesenEin Vermieter besichtigt vor dem Kauf die Mieträume, bespricht mit dem Mieter die genutzten Außenflächen und kündigt später wegen dieser mündlichen Abrede das Mietverhältnis. Er argumentiert, dass die ordentliche Kündigung wegen Verstoßes gegen § 550 BGB möglich ist.
WeiterlesenEine Radfahrerin stürzt auf einer frisch gefrästen Straße und erleidet mehrere Knochenbrüche. Haftet das Bauunternehmen? Der Fall des LG Arnsberg bietet gleich mehrere klassische Klausurprobleme: Verkehrssicherungspflicht, Anscheinsbeweis, Verschulden und Mitverschulden nach § 254 BGB.
WeiterlesenEine sukzessive und iterative Handlungseinheit kann zu einer rechtlichen Tat auf Tatbestandsebene führen, sie kann aber auch zur Annahme zweier Taten führen, die dann in Konkurrenz zueinander zu setzen sind gem. §§ 52 ff StGB. Der BGH hat dies anhand mehrerer Erpressungshandlungen näher ausgeführt.
WeiterlesenOLG Frankfurt zur überraschenden Mithaftungsklausel nach Übernahme eines Leasingvertrages
Kann ein Leasingnehmer trotz einer Vertragsübernahme weiterhin für die Verbindlichkeiten seines Nachfolgers haften? Das OLG Frankfurt hatte zu entscheiden, ob eine formularmäßige Mithaftungsklausel in einem Übernahmevertrag als überraschende Klausel nach § 305c I BGB unwirksam ist. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob ein ausscheidender Leasingnehmer mit einer solchen Haftung rechnen muss, obwohl der Vertrag seinem Ausscheiden aus dem Leasingverhältnis dient. Die Entscheidung zeigt anschaulich, welche Bedeutung dem äußeren Erscheinungsbild eines Vertrags bei der AGB-Kontrolle zukommt.
WeiterlesenEine freie Werkstatt repariert einen Motor fachgerecht, tauscht aber ein Bauteil nicht aus, das markengebundene Vertragswerkstätten routinemäßig erneuern. Wenige Monate später ist der Motor kaputt. Warum das OLG Celle trotzdem keine Haftung annimmt und was der Fall über den Sorgfaltsmaßstab verschiedener Werkstatt Typen lehrt, zeigt Dir der Fall des OLG Celle.
WeiterlesenEin gefälschter Anruf, Zahlungsanweisungen per Messenger auf das private Handy, 50 Millionen Euro Schaden und die Frage, ob der Arbeitnehmer, der auf den CEO-Fraud hereingefallen ist, haftet. In diesem Paradebeispiel eines CEO-Frauds hat nun das LAG Köln entschieden.
WeiterlesenEin Anwalt berät sechs Jahre lang die GmbH, deren Geschäftsführer er selbst ist, und verklagt sie am Ende auf sein Honorar. Die GmbH beruft sich auf eine Geschäftsordnung der Konzernmutter. Das Landgericht Erfurt liefert dem Prüfungsamt einen sehr lehrreichen Fall zum Gesellschafts- und Vertretungsrecht.
WeiterlesenOLG Köln zur freien Patientenentscheidung
Das OLG Köln hatte über einen Fall zu entscheiden, in dem eine Hirntumor-Operation kurzfristig vorgezogen und die Patientin erst am Vorabend des Eingriffs umfassend aufgeklärt wurde. Im Mittelpunkt standen die Anforderungen an eine freie und wohlüberlegte Einwilligung sowie die Frage, ob sich die Behandlungsseite auf eine hypothetische Einwilligung oder rechtmäßiges Alternativverhalten berufen kann. Die Entscheidung zeigt anschaulich, welche Bedeutung der zeitlichen und inhaltlichen Aufklärung für die Wirksamkeit einer Patienteneinwilligung zukommt.
WeiterlesenMountainbike-Trail mit Tücken
Auf einem anspruchsvollen Mountainbike-Trail verletzte sich eine Fahrerin, nachdem sie den Streckenverlauf nicht rechtzeitig erkennen konnte. Das OLG Hamm hatte zu entscheiden, wie weit die Verkehrssicherungspflicht des Betreibers reicht und welches Gewicht dem Mitverschulden der Nutzerin nach § 254 BGB zukommt. Die Entscheidung zeigt: Sportliche Eigenverantwortung hat Grenzen – und eine unklare Streckenführung kann zur Haftungsfalle werden.
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