#Deliktsrecht

Tierhalterhaftung: Trifft den Halter ein Mitverschulden, wenn er seinen Hund retten will?

Ein freilaufender Schäferhund packt eine Malteserhündin, schüttelt sie und lässt nicht mehr los. Ihre Halterin greift ihm ans Maul, befreit ihr Tier und verletzt sich dabei so stark an der Hand, dass sie auch Monate später noch die Folgen des Angriffs spürt. Das OLG Frankfurt a. M. hatte zu klären, ob die Halterin des Schäferhunds Schmerzensgeld zahlen muss und ob die Rettungsaktion der Malteserhündin den Anspruch mindert.

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Mountainbike-Trail mit Tücken

Auf einem anspruchsvollen Mountainbike-Trail verletzte sich eine Fahrerin, nachdem sie den Streckenverlauf nicht rechtzeitig erkennen konnte. Das OLG Hamm hatte zu entscheiden, wie weit die Verkehrssicherungspflicht des Betreibers reicht und welches Gewicht dem Mitverschulden der Nutzerin nach § 254 BGB zukommt. Die Entscheidung zeigt: Sportliche Eigenverantwortung hat Grenzen – und eine unklare Streckenführung kann zur Haftungsfalle werden.

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Spurwechsel auf der Autobahn: Wer haftet bei einer Kollision?

Wer haftet, wenn es kracht? Wer die Fahrspur wechselt, muss eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausschließen. Kommt es kurz darauf zur Kollision, spricht der Anscheinsbeweis zunächst gegen den Spurwechsler. Doch reicht die bloße Möglichkeit aus, dass auch der Unfallgegner die Spur gewechselt hat? Das OLG Schleswig gibt eine klare Antwort und zeigt, wie Anscheinsbeweis und Haftungsabwägung nach § 17 StVG in der Klausur zusammenspielen.

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Der BGH zum Einfamilienhaus, das ein Wochenendhaus war

325.000 Euro für ein „freistehendes Einfamilienhaus“ – doch tatsächlich durfte dort dauerhaft niemand wohnen. Kann sich der Verkäufer trotzdem auf den vereinbarten Haftungsausschluss berufen? Entscheidend waren hier die öffentlichen Äußerungen im Maklerexposé, die einen Sachmangel begründen können. Auch die Berechnung des Vermögensschadens aus dem Deliktsrecht ist ein absoluter Klausurklassiker.

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Kind läuft wegen eines blockierten Gehwegs auf die Straße: OLG Dresden zur Haftungsverteilung bei einem Verkehrsunfall

Ein blockierter Gehweg zwingt ein Kind zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Dort wird es von einem vorbeifahrenden Pkw erfasst. Nun hat das OLG Dresden über die Haftung entschieden. Die Kernfrage war, ob auch ein stehender Lkw noch „in Betrieb“ sein kann. Ein klausurrelevanter Fall zu §§ 7, 17 StVG und den Sorgfaltspflichten nach der StVO.

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Ein Dackel, ein Mäuseköder und ein Instagram-Post: Wo endet die zulässige Kritik beim Restaurantbesuch?

„Rattengift“, „massives Hygieneversagen“ und ein beinahe überlebter Abend – durfte eine Hundebesitzerin das über ein Restaurant bei Instagram posten? Ein Alltagssachverhalt, an dem das OLG Frankfurt den quasinegatorischen Unterlassungsanspruch prüft und sich mit der Abgrenzung von Tatsache und Meinung sowie Schmähkritik und Abwägung beschäftigt.

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Hundehalter haftet für Sturz bei Flucht vor frei laufendem Chihuahua

Ein Chihuahua läuft unangeleint auf eine schwangere Spaziergängerin zu. Sie weicht aus, stürzt und verletzt sich. Muss der Hundehalter auch haften, obwohl der Hund weder gebissen noch die Frau berührt hat? Das OLG Nürnberg stellt klar: Wer gegen eine bestehende Anleinpflicht verstößt, trägt auch das Risiko nachvollziehbarer Schreck- und Fluchtreaktionen.

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Klausurbeispiel: Rückzahlung von Verlusten bei unerlaubtem Online-Glücksspiel

Ein Online-Casino sitzt in Malta, bietet Glücksspiele über eine deutschsprachige Website an und hat keine deutsche Erlaubnis. Anhand eines von uns erstellten Klausursachverhalts zeigen wir, ob Spieler ihre Verluste zurückverlangen können. Der Fall führt mitten ins Bereicherungsrecht und macht deutlich, warum § 812 BGB, § 817 S. 2 BGB und der Glücksspielstaatsvertrag in der Klausur spannend werden können.

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