Jura Online lädt....

Hausarbeiten schreiben: Tipps & Tricks

Wie fange ich an? Wie gehe ich am besten vor? Und was muss ich generell beachten?

erschienen am 9. August 2018

Das richtige Mindset für eine erfolgreiche Hausarbeit 

Es ist Sommer und Du sitzt trotz 30 Grad und Sonnenschein eingezwängt zwischen Gesetzbüchern und Kommentarliteratur in der Bibliothek. Das bundesweite Leiden der Jurastudenten in den stickigen Bibliotheken aller juristischen Fakultäten wiederholt sich in jeden Semesterferien aufs Neue. Um jeglichen Frust zu vermeiden, möchten wir Dir ein paar hilfreiche Tipps an die Hand geben, die Dir helfen, Deine mentale Fitness auch in der Hausarbeitenzeit zu erhalten.
 


 

Sorge von Beginn an für Struktur und Ordnung

So richtig viel Stress verursacht eine Hausarbeit insbesondere dann, wenn Du nach etwa 15 geschriebenen Seiten plötzlich feststellst, dass Du den Schwerpunkt falsch gesetzt hast oder das Zeitmanagement vorne und hinten nicht zum Abgabetermin passt. Bei fehlender Organisation landet man beim Schreiben einer Hausarbeit über kurz oder lang im inneren und äußeren Chaos. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du beim Verfassen der Hausarbeit von Beginn auf ein strukturiertes Vorgehen setzt.

Investiere am Anfang lieber ein paar Stunden mehr und erstelle Dir einen genauen Zeitplan. Dabei solltest Du auf Überschneidungen mit ggf. weiteren Hausarbeiten achten. Auch Zeit für Pausen und bereits feststehende Termine (Reisen, Geburtstage, Konzerte, usw.) sollten eingeplant werden. Überdies ist es sehr hilfreich sich feste Zeiten in der Woche zum Schreiben einzutragen und sich dann natürlich auch daran zu halten. Das Schreiben der Hausarbeit ist für diese Zeit praktisch Dein primärer Ferienjob. Dies bedeutet für Dich, dass Du Deine restliche Ferienzeit, außerhalb der Bibliothek oder weg vom Schreibtisch zu Hause, ohne schlechtes Gewissen nutzen kannst – und auch nutzen solltest. Um mit dem notwendigen Maß an Struktur an die Hausarbeit heranzugehen, kannst Du als Hilfsmittel zum Beispiel auf diese Checkliste zurückgreifen. 

 

Nimm Dir Zeit für Pausen

Mit einer gewissen Struktur und einem festen Schreibplan kannst Du Deinem Gehirn auch Pausen gönnen. Diese festen Auszeiten sind wichtig, um Energie zu sammeln und mit mehr Motivation weiterzumachen. Du hast bestimmt schon die Erfahrung gemacht, dass nach einer gewissen Regenerationszeit Dein Produktivitätslevel höher lag. Wenn Du das Schreiben Deiner Hausarbeit als Arbeitszeit siehst, kannst Du die Wochenenden auch bewusst zur aktiven Erholung einplanen. Nutze Deine freie Zeit und gehe raus an die frische Luft, genieße den Sommer und lass es Dir gut gehen.

 

Brain-Food unterstützt

Apropos Genießen – Gutes und gesundes Essen führt zwar nicht dazu, dass sich Deine Hausarbeit von alleine schreibt, doch der Verzehr bestimmter Lebensmittel steigert die Konzentration und Leistungsfähigkeit und reduziert Stress. Je besser Du auf Dich achtest und Dich um Dein körperliches Wohlbefinden kümmerst, desto fitter und vitaler fühlst Du Dich. So bringt Dich auch der tausendste Meinungsstreit nicht mehr so schnell aus der Ruhe. Denn körperliche und mentale Fitness gehen grundsätzlich Hand in Hand. Insbesondere kannst Du durch ausgewogene Ernährung auch jegliches „Food Coma“ vermeiden, das dem einen oder anderen nach der Mittagspause bestimmt häufig noch den restlichen Funken Motivation raubt. Wahre Energielieferanten sind zum Beispiel Avocados, Nüsse, grünes Gemüse, Fisch, Vollkornnudeln, Blaubeeren oder Bananen. Achte vor allem auch darauf, ausreichend Wasser zu trinken – so lassen sich mentale Gedankenknoten nahezu wegspülen.

 

Feiere kleine Erfolge

Für unsere mentale Fitness ist es allgemein wichtig, nicht nur langfristig geplante, große Erfolge zu feiern, sondern unsere Motivation durch das Erreichen von Zwischenzielen aufrecht zu erhalten. So ist der Weg bis zum endgültigen Ziel (Abgabe der Hausarbeit) nicht so weit und Du gewinnst während des Prozesses neue Motivationsschübe durch kleine Erfolgserlebnisse. Sinnvolle Zwischenziele können unter anderem das Erstellen einer ausführlichen Gliederung, das Fertigstellen einzelner Tatkomplexe (Strafrecht), das Ausformulieren einzelner Anspruchsgrundlagen, die Endüberprüfung des Literaturverzeichnisses oder das Korrekturlesen der Hausarbeit sein. Du kannst Dir auch die Gliederung ausdrucken und den Fortschritt der Hausarbeit durch Häkchen setzen oder Durchstreichen fertig gestellter Gliederungspunkte verfolgen, so visualisierst Du Deine Zwischenziele und bist am Ende schneller am Ziel als gedacht.

 

Achte auf ein positives Mindset

Klar – auch wenn Du eine große Leidenschaft für Jura hast, kannst Du Dir bestimmt Besseres vorstellen als stundenlang bei schönem Wetter an Deiner Hausarbeit zu schreiben. Doch auch wenn es mal nicht ganz so rund läuft und die Konzentration hinter Deinen Erwartungen zurück bleibt, bringt es Dich nicht weiter, wenn Du Dich noch mehr unter Druck setzt und zum Weiterschreiben zwingst. Akzeptanz ist hier der erste Schritt zur Besserung. Wir suchen uns unproduktive Tage nicht freiwillig aus. Warum der gedanklichen Abwärtsspirale ins Konzentrationstief noch mehr Schwung geben?   

Wenn Du feststellst, dass Deine Tagesform wenig Produktivität verspricht, dann nimm Dir den Tag lieber frei und starte am nächsten Morgen mit mehr Energie. Wichtig ist nur, dass Du den Tag nicht mit Selbstvorwürfen und schlechter Laune verbringst, sondern für Dich so gut wie möglich zur Erholung nutzt. Sich über einen schlechten Tag aufzuregen kostet Energie und bringt Dich kein Stückchen näher an das Ende Deiner Hausarbeit. Erkennen wir aber auch die eine halbe Stunde in der wir halbwegs konzentriert waren als solide Leistung an, dann nehmen wir dieses positive Gefühl mit ins Bett und morgen auch wieder mit an den Schreibtisch – auch wenn Du am Ende des Tages vermeintlich wenig geschafft hast, hast Du trotzdem einen Fortschritt erzielt. Kein Tag ist verloren. Du hast bisher schon viel erreicht und all diese großen und kleinen Fortschritte wirken sich täglich aus und bringen Dich schließlich zu Deinem erklärten Ziel, zum Erfolg.

 
Wie Du siehst, kannst Du mit einer gewissen Vorarbeit und einem positiven Mindset am Ende sogar noch Zeit sparen – und ohne Stress und Zeitdruck kommt man sowieso viel besser durchs Studium. Außerdem findest Du hier noch weitere hilfreiche Tipps, die Dich insbesondere beim Aufbau und Organisation der Hausarbeit unterstützen.

Die wichtigsten examens- und klausurrelevanten Neuigkeiten - jetzt kostenlos im Magazin „Flurfunk“

Besprechungen relevanter Urteile, Lösungsskizzen aktueller Examensfälle, Klausurentraining, Prüfungsschemata und vieles mehr. Jetzt kostenlos abonnieren und auf dem neusten Stand bleiben!