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Anleitung zur Erstellung eines Lernplans

erschienen am 6. February 2014

 

Du möchtest Dir einen individuellen Lernplan erstellen? Lass Dich von diesen sieben Tipps zur Erstellung inspirieren!

 Lernstoff und Lernmaterial definieren

Wenn Du einen Lernplan erstellen möchtest, musst Du zunächst den Stoff definieren, den Du insgesamt erlernen möchtest. Für die Examensendvorbereitung wirst Du im Zweifel alle Rechtsgebiete (Zivilrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht) auswählen. Im Übrigen solltest Du zu Beginn auch entscheiden, welche Lernmaterialien Du verwenden möchtest (Lehrbücher, Skripte, Fallsammlungen, Jura Online etc.). Beachte dabei: Es kommt nicht auf die Anzahl der Quellen an. Entscheidend ist, dass Du einige wenige Quellen aussuchst, mit denen Du gut lernen kannst.

Zeitraum definieren

Dann solltest Du bei der Erstellung Deines Lernplanes den Zeitraum festlegen, in dem Du den Lernstoff lernen möchtest, z.B. 01.03.2014-28.02.2015 (12 Monate). Wichtig ist dabei, dass Du auch Urlaubszeiten einplanst. Kein Kandidat lernt ein Jahr durch.

Lerntage festlegen

Du solltest in Deinem Plan festlegen, an welchen Tagen und wie viele Stunden am Tag Du lernen möchtest.

Beispiel: montags bis Freitags 9-17 Uhr.

Wichtig ist dabei wieder, dass Du mindestens einen freien Tag (z.B. Sonntag) einplanst. Für eine Klausur solltest Du einen ganzen Tag einplanen – ausgeruht reingehen, beim Schreiben alles geben, ausruhen, Lehren aus den Korrekturen ziehen etc.

Gewichtung des Lernstoffes

Wenn Du Deinen Lernplan erstellst, musst Du den Lernstoff gewichten. Ganz übergeordnet kannst Du z.B. bestimmen, dass Zivilrecht 50 % der definierten Zeit beanspruchen darf, Öffentliches Recht 30 % und Strafrecht 20 %.

Innerhalb der Rechtsgebiete solltest Du nach Teilrechtsgebieten (z.B. BGB AT) und dort wiederum nach Teilgebieten (z.B. Stellvertretung) unterteilen und hierfür Gewichtungen vornehmen.

Idealerweise sollte auf den Tag runtergebrochen klar sein, was auf dem Programm steht (z.B. Tag 1 im Zivilrecht: BGB AT „Einigung“). Dieser Schritt ist bei der Lernplanerstellung nicht ganz einfach, weil er im Grunde voraussetzt, dass Du im Detail weißt, was Du lernen möchtest und auch einschätzen kannst, wie lange die einzelnen Bestandteile dauern. Wenn Du möchtest, kannst Du Dir dabei im Lernplanerstellungsmodul bei Jura Online helfen lassen.

Intervalle planen

In welchen Intervallen Du die Rechtsgebiete lernst, ist eher eine Frage des Geschmacks. Einige planen einen täglichen Wechsel ein, also z.B. Montag Zivilrecht, Dienstag Öffentliches Recht, Mittwoch Strafrecht etc. Viele planen auch in wöchentlichen Intervallen, also z.B. Woche 1 Zivilrecht, Woche 2 Öffentliches Recht etc. Natürlich kannst Du in Deinem Lernplan die Rechtsgebiete auch komplett abschichten, also die ersten Monate Zivilrecht komplett lernen, dann Öffentliches Recht komplett lernen etc. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass Du in der Folgezeit das abgeschlossene Rechtsgebiet wieder vergisst.

Wie sieht mein Lerntag konkret aus?

Es ist Montag, 9 Uhr. Auf dem Lernplan steht Zivilrecht, BGB AT, „Einigung“ – was machst Du jetzt ganz genau? Wichtig ist, dass Du bei Deinem Lernplan darauf achtest, dass Du ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Falllösung hast. Ein häufiger Fehler ist, dass Du erst die Theorie können möchtest, bevor Du Dich an die Fälle traust. So fehlt zunächst schlicht ein gesamter Baustein in Deinem Lernplan!

Dein Lernplan kann z.B. so aussehen, dass Du vormittags die Theorie (Lehrbücher, Skripte, Jura Online) zu dem betreffenden Teilgebiet durcharbeitest. Nimm Dir nicht zu viel vor und versuche lieber die Grundstrukturen verbindlich zu lernen! Nachmittags stehen 2-3 Fälle auf dem Programm, die Du z.B. in Form einer Lösungsskizze bearbeitest. Diese stammen aus Fallsammlungen, Skripten oder von Jura Online, wo Du sogar gleich die Besprechung bekommst.

Puffer einplanen

Unser letzter Tipp: Plane insgesamt, wöchentlich und auch für jeden Tag einen kleinen Puffer ein. Dann werfen Dich kleinere Unregelmäßigkeiten, wie z.B. Krankheiten oder ein Freundesbesuch nicht gleich aus der Bahn.

 

Viel Spaß beim Erstellen Deines Lernplans!

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