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Probleme mit der Hausarbeit?

erschienen am 5. September 2013

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ – das Gleiche gilt auch für die Hausarbeit im Jura Studium.

Als Erstes tippst Du den Sachverhalt der Hausarbeit ab und erstellst in den ersten zwei bis drei Tagen eine Lösungsskizze, also eine Gliederung der Jura Hausarbeit mit zugeordneten Problemen. Am besten notierst Du Dir auch, wie Du die Probleme lösen würdest, wenn Du sie jetzt entscheiden müsstest. Dann hast Du bereits einen Gesamteindruck. Als Hilfsmittel empfehlen wir in dieser Phase der Hausarbeit: dein vorhandenes Wissen, das Gesetz und einen Standardkommentar bzw. ein Standardlehrbuch. Der größte Fehler ist, gleich Spezialliteratur zu suchen und zu kopieren. Lass Dich nicht beeindrucken!

Natürlich wird es bei dieser übergeordneten Herangehensweise noch eine Menge Baustellen in Deiner Hausarbeit geben. Um diese anzugehen, sind die nächsten zwei bis drei Wochen da, in denen Du Schritt für Schritt Deine Gliederung abarbeitest, andickst und gegebenenfalls modifizierst. An unproblematischen Stellen solltest Du Dich nur kurz aufhalten und auch nur wenige Fußnoten mit wenigen Fundstellen (Standardkommentar bzw. -lehrbuch) einarbeiten. Bei problematischen Stellen wirst Du, von dem Standardkommentar oder -lehrbuch ausgehend oder aufgrund anderweitiger Recherchen, vertiefende Literatur finden und auswerten müssen.

In der Ruhe liegt die Kraft – lese und bearbeite die Notizen Deiner Hausarbeit

Es ist vollkommen legitim, dass Du einen oder zwei Tage für das Lesen und das Notieren von Stichworten (mit genauer Fundstelle) einplanst. Dann kannst Du den problematischen Teil in einem Rutsch ausformulieren. Oft hängen die Probleme in der Hausarbeit zusammen. Das heißt, wenn Du Dich mit einem Problem befasst, stößt Du dabei auf Passagen, die Du an späterer Stelle in Deiner Hausarbeit einsetzen kannst. Diese Zufallsfunde solltest Du gleich konservieren, indem Du diese Passage an passender Stelle in Deiner Gliederung mit genauer Fundstelle einfügst.

Abschließend empfehlen wir Dir, in dieser Phase der Hausarbeit keine Baustellen mehr zu hinterlassen. Entscheide alle Punkte Schritt für Schritt, formuliere sie aus und versehe sie mit Fußnoten. Wenn Du nur vorläufig und stichpunktartig Dinge notierst, wirst Du, je näher der Abgabetermin rückt, das Gefühl haben, noch nichts geschafft zu haben.

Zu guter Letzt: die Korrektur Deiner Hausarbeit

Die letzten zwei bis drei Tage sind der abschließenden Korrektur der Hausarbeit vorbehalten. Viele Studenten verspüren in dieser Phase den Impuls, die komplette Hausarbeit nochmals umzustellen. Bleibe bei Deiner ursprünglichen Lösung und beschränke Dich darauf, das Beste aus Deiner Hausarbeit herauszuholen. Hierzu zählt beispielsweise, dass Du die Fußnoten kontrollieren musst. Achte dabei darauf, dass Du nicht den Eindruck eines Blindzitates erweckst. Das tust Du, wenn Du nicht die genaue Seite mit zitierst (Beispiel: JuS, 2013, 23 statt JuS, 2013, 23 (26)). Außerdem gehört an das Ende einer Fußnote immer ein Punkt. Eventuell musst Du an problematischen Stellen noch etwas andicken.

Im Literaturverzeichnis ist wichtig, dass Du immer die aktuellste Auflage nennst. Zudem ist die Kongruenz zwischen angegebener Literatur und Fundstellen in den Fußnoten wichtig. Alles, was in den Fußnoten auftaucht, muss auch im Literaturverzeichnis stehen und andersherum. Im Literaturverzeichnis Deiner Hausarbeit sollten nicht nur Kommentare und Standardlehrbücher stehen. Ein Highlight in jedem Literaturverzeichnis und Dokument einer profunden Arbeitsmethode ist Larenz/Canaris – Methodenlehre. Den kannst und solltest Du einmal in Deiner Hausarbeit einsetzen, zum Beispiel wenn das Stichwort „Analogie“ oder „Auslegung“ auftaucht.

Nachdem Du die Gliederung mit Seitenzahlen erstellt hast, korrigierst Du die Rechtschreibung und die Kommasetzung oder lässt korrigieren – fertig ist die Jura Hausarbeit.

 

Wir wünschen Dir viel Erfolg!

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