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1. Examen/ZR/Gesellschaftsrecht

Prüfungsschema: GmbH

 

I. Entstehung

  • Notarieller Gesellschaftsvertrag, §§ 2 f. GmbHG
  • Bestellung der Organe, § 35, 45 GmbHG
  • Stammkapital (25.000 Euro), Stammeinlage, § 5 GmbHG
  • Entstehung der „Vor-GmbH“
  • Anmeldung beim Handelsregister, §§ 7 f. HGB
  • (Konstitutive) Eintragung in das Handelsregister, § 10 GmbHG

II. Vertretung

  • Durch den/die Geschäftsführer, § 35 GmbHG

III. Haftung

1. „Vorgründungsgesellschaft“

  • Zeitraum zwischen der ersten Vereinbarung zur Gründung einer GmbH und der Errichtung der GmbH durch Abschluss des Gesellschaftsvertrages und Übernahme des Stammkapitals.
  • Haftung nach GbR- bzw. OHG-Regeln.

2. „Vor-GmbH“

  • Zeitraum zwischen Errichtung der GmbH und der Eintragung der GmbH.
  • Die Vor-GmbH ist eine rechtsfähige Gesellschaft sui generis, die wie die spätere GmbH zu behandeln ist, soweit es nicht um die Eintragung geht.
  • Verbindlichkeiten der Vorgründungsgesellschaft gehen nur bei rechtsgeschäftlicher Übertragung über (Diskontinuität zwischen Vorgründungsgesellschaft und Vor-GmbH).
  • Persönliche Haftung des „Handelnden“, § 11 II GmbHG.
  • „Verlustdeckungshaftung“ der Gründer gegenüber der Vor-GmbH.

3. GmbH

  • Nach Eintragung der GmbH: Haftung der GmbH nur mit dem Gesellschaftsvermögen, § 13 II GmbHG. 
  • Verbindlichkeiten der Vor-GmbH bleiben bestehen (Kontinuität zwischen Vor-GmbH und GmbH).
  • Handelndenhaftung nach § 11 II GmbHG erlischt.
  • „Differenzhaftung“ der Gründer gegenüber GmbH für offene Verbindlichkeiten der Vor-GmbH.
  • Grundsatz: Keine Haftung der Gesellschafter; Ausnahme:„Durchgriffshaftung“ der Gesellschafter nur bei Missbrauch, § 242 BGB.

IV. Sonderfall: GmbH & Co. KG

  • Die GmbH & Co. KG ist eine KG, deren – in der Regel einziger – persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) eine GmbH ist.
  • Vorteil: Haftungsbeschränkung.

     

 

 

 

Dieser Beschreibungstext wurde von Sören A. Croll erstellt.