Hehlerei, § 259 StGB

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§ 259 II StGB

Dieses Video wurde von Nils Fock erstellt.

Aufbau der Prüfung - Hehlerei, § 259 StGB

Die Hehlerei ist in § 259 StGB geregelt. Die Hehlerei wird – wie üblich – drei- bzw. vierstufig aufgebaut.

I. Tatbestand

1. Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat

Im Tatbestand setzt die Hehlerei zunächst als taugliches Tatobjekt eine Sache, die ein anderer Gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat. Hier kann sich das Problem der sogenannten Ersatzhehlerei stellen. Ebenso kann im Rahmen der Hehlerei die problematische Konstellation auftauchen, dass der Hehler gleichzeitig Vortatbeteiligter ist.

2. Tathandlung

Weiterhin sieht § 259 StGB vier Tathandlungen vor: Das Sich Verschaffen, das einem Dritten Verschaffen, das Absetzen und das Absetzen helfen.

a) Sich verschaffen

Verschaffen bedeutet das Erlangen der tatsächlichen Verfügungsgewalt im Einvernehmen mit dem Vortäter. Als problematisch kann sich erweisen, wenn der Gegenstand willensmängelbehaftet erlang wird.

b) Einem Dritten verschaffen

c) Absetzen

Absetzen i.S.d. § 259 StGB wird definiert als das Weiterverschieben der bemakelten Sache in die nächste Hand, wobei selbstständig gehandelt werden muss.

d) Absetzenhelfen

Für das Absetzenhelfen gilt die gleiche Definition, nur das eine Unselbständigkeit im Handeln vorliegt. In beiden Varianten kann sich die Frage stellen, ob ein Absatzerfolg überhaupt erforderlich ist. Eine Prüfung der Tathandlungen wird dadurch vereinfacht, wenn man sich vorstellt, dass beim Verschaffen – entweder sich oder einem Dritten – der Täter im „Lager“ des Erwerbers, beim Absetzen (helfen) hingegen im Lager des „Vortäters“ steht.

3. Vorsatz

In subjektiver Hinsicht fordert der Tatbestand der Hehlerei Vorsatz.

4. Bereicherungsabsicht

Sowie eine Bereicherungsabsicht, wobei hier nur die Absicht, sich zu bereichern und nicht etwa Rechtswidrigkeit oder Stoffgleichheit zu prüfen sind. Im Rahmen der Bereicherungsabsicht kann die problematische Konstellation, dass der Vortäter gleichzeitig der bereicherte Dritte ist, vorkommen.

II. Rechtswidrigkeit

Es schließen sich die Prüfungspunkte Rechtswidrigkeit und Schuld ohne weitere Besonderheiten an.

III. Schuld

IV. Strafe

Zuletzt kann auch im Bereich der Hehlerei die Prüfung eines Strafantrags nach § 259 II StGB, welcher auf die §§ 247, 248a StGB verweist, erforderlich sein.

 

Dieser Beschreibungstext wurde von Sören A. Croll erstellt.
Dieses Video wurde von Nils Fock erstellt.