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1. Examen/ZR/BGB AT

Prüfungsschema: Anspruchsaufbau

 

I. Anspruch entstanden

1. Vertragliche Ansprüche

a) Einigung, §§ 145 ff. BGB

b) Wirksamkeit

  • Rechtshindernde Einwendungen prüfen.
  • Fehler in der Geschäftsfähigkeit, §§ 104 ff. BGB
  • Scherz- und Scheinerklärungen, §§ 116-118 BGB
  • Formnichtigkeit, § 125 BGB
  • Verstoß gegen gesetzliches Verbot, § 134 BGB
  • Sittenwidrigkeit, § 138 BGB
  • Bedingung, § 158 BGB
  • AGB-Kontrolle, §§ 305 ff. BGB

2. Gesetzliche Ansprüche

  • Gesetzliche Ansprüche entstehen durch Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen.
  • Beispiel: § 823 I BGB (Rechtsgutsverletzung, Verletzungsverhalten etc.)

II. Anspruch nicht erloschen

  • Rechtsvernichtende Einwendungen prüfen.
  • Beispiele: Anfechtung, §§ 142 I, 119 ff. BGB; Unmöglichkeit, §§ 275 I, 326 I BGB; Rücktritt, §§ 346 ff. BGB; Widerruf, §§ 355 ff. BGB; Erfüllung, §§ 362 ff. BGB, Hinterlegung, § 378 BGB, Aufrechnung, §§ 387 ff. BGB; Erlass, § 397 BGB.

III. Anspruch durchsetzbar

  • Rechtshemmende Einreden nur prüfen, wenn sie erhoben wurden („Über Einreden muss man reden“).

1. Dauerhafte Einreden („peremptorische")

  • Beispiel: Verjährung, §§ 194 ff. BGB

2. Vorübergehende Einreden („dilatorische“)

  • Beispiele: Zurückbehaltungsrecht, § 273 BGB; Einrede des nicht erfüllten Vertrages, § 320 BGB.

 

 

 

 

Dieser Beschreibungstext wurde von Sören A. Croll erstellt.