Amtsanmaßung, § 132 StGB

Schlagworte
Dieses Video wurde von Nils Fock erstellt.

Aufbau der Prüfung - Amtsanmaßung, § 132 StGB

Die Amtsanmaßung ist in § 132 StGB geregelt. Es ist – wie üblich - ein dreistufiger Aufbau zugrunde zu legen.

I. Tatbestand

1. Tathandlung

Im Tatbestand setzt die Amtsanmaßung eine Tathandlung voraus.

a) Befassen mit der Ausübung eines öffentlichen Amtes, § 132 1. Alt. StGB

Eine Amtsanmaßung kann nach § 132 1. Alt. StGB somit durch ein Befassen mit der Ausübung eines öffentlichen Amtes begangen werden. Beispiel: Jemand beschlagnahmt einen Gegenstand und gibt sich dabei als Polizeibeamter aus.

b) Vornehmen einer Handlung die nur kraft öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf, § 132 2. Alt. StGB

Darüber hinaus liegt eine Amtsanmaßung gemäß § 132 2. Alt. StGB auch vor, wenn der Täter eine Handlung vornimmt, die nur kraft öffentlichen Amtes, vorgenommen werden darf. Beispiel: A beschlagnahmt eine Sache, gibt sich jedoch nicht als Polizist aus. Liegen beide Tathandlungen vor, ist § 132 1. Alt. StGB spezieller.

2. Unbefugt

Ferner verlangt die Amtsanmaßung ein unbefugtes Handeln.

3. Vorsatz

In subjektiver Hinsicht fordert die Amtsanmaßung gemäß § 132 StGB zudem Vorsatz.

II. Rechtswidrigkeit

Zuletzt schließen sich die Prüfungspunkte Rechtswidrigkeit und Schuld ohne weitere Besonderheiten an.

III. Schuld

 

Dieser Beschreibungstext wurde von Sören A. Croll erstellt.
Dieses Video wurde von Nils Fock erstellt.